Keine Unterstützung der »Neuen Rechten«!

Heute, am 17. Oktober 2008, findet im Hotel »Wittekindsquelle« in Bad Oeynhausen ein »erotisches Märchendinner« mit der Märchenerzählerin Rita Maria Fröhle statt. Bei dieser Erzählerin handelt es sich um eine Mitarbeiterin der »Märchenbühne Vlotho«. Jene Märchenbühne ist allerdings mit dem »Märchenzentrum Troubadour« zusammengehörend. Dies ist angesichts der Tatsache äußerst alarmierend, da das »Märchenzentrum Troubadour« seit Jahren mit Gruppierungen der extremen Rechten zusammenarbeitet.

Wenn wir die »Märchenbühne Vlotho« zur Sprache bringen, dürfen wir das »Märchenzentrum Troubadour« nicht verschweigen. Denn: beide werden von den gleichen Personen betrieben. Ansprechpartner dafür ist Karl-Heinz Schudt, welcher zusammen mit Rita Maria Fröhle in Vlotho wohnt und auch gemeinsam mit ihr auftritt. Nicht nur ihre exzellenten Verbindungen zu Organisationen der extremenund »Neuen« Rechten wie zum Beispiel dem »Collegium Humanum«, sondern auch gerade ihr eigenes Engagement in diesem Spektrum, sind enorm bedenklich. Das »Collegium Humanum« wurde 1963 vom Ex-NSDAP-Mitglied Werner Georg Haverbeck gegründet. Im Mai dieses Jahres wurde das »Collegium Humanum« nach jahrelangen antifaschistischen Protesten nun durch das Bundesinnenministerium aufgrund ihrer verfassungsfeindlichen Ausrichtung verboten. Bis zum Verbot galt das »Collegium Humanum« als eines der wichtigsten europäischen Zentren zur »organisierten Holocaustleugnung«.

So pachtete sich das »Märchenzentrum Troubadour« nach dem Umzug von Heilbronn nach Vlotho von 1990 bis 1994 in die Räume des »Collegium Humanum« in Vlotho ein. 1991 feierte das »Collegium Humanum« zusammen mit dem »Märchenzentrum Troubadour« ein »Mitsommerfest« zur Sonnenwende. Die Zusammenarbeit des »Märchenzentrums Troubadour« respektive der »Märchenbühne Vlotho« allein mit dem »Collegium Humanum« zeigt also klar und deutlich, mit wem man es zu tun hat und mit wem man nichts zu tun haben sollte.

Selbst die »Europäische Märchengesellschaft« (EMG) distanziert sich scharf vom »Märchenzentrum Troubadour«, vor allem vom zwielichtigen Angebot der »Märchentherapien«. »Märchen«, meint Margarethe Möckel, Vizepräsidentin der EMG, »dienen denen nur als Mittel zum Geldmachen. Sie plündern Märchen für kommerzielle Zwecke und interessieren sich nicht im Geringsten für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihnen.«

Wir fordern daher die Ausladung der Märchenerzählerin Rita Maria Fröhle! Keine Kooperation mit dem »Märchenzentrum Troubadour« und der »Märchenbühne Vlotho«! Keine Unterstützung der »Neuen Rechten«!

Wer schweigt stimmt zu!

Kritische Initiative Schaumburg [K.I.S.], Oktober 2008